Hundeblick
Diesmal berichte ich über einen Artikel, den ich bereits heute, Freitag, der 20.10.2017, in der Presse gelesen habe. Dabei geht um Gesichtsausdrücken bei Hunden und ob diese nun eine Bedeutung haben, oder nicht.
Der Artikel beginnt zunächst mit den Menschen. Die Menschen lesen die Gesichtsausdrücke ihrer Mitmenschen und können diese mit Gesichtsausdrücken auch täuschen. Auch "liest" der Mensch die Gesichtsausdrücke bei Tieren. Der Bär ist schwer zu lesen und daher ist er auch so unberechenbar, während Katzen eher grantig dreinschauen. Letzteres wird laut Artikel aber angeblich vor allem von Hundehaltern angeführt.
Der Artikel geht damit weiter, daß britische Forscher der Universität Portsmouth untersucht haben, ob die Mimik der Caniden willentlich geschieht, eine Art der Kommunikation ist und ob es davon abhängt, ob jemand zusieht. Die Forscher haben 24 Hunde von verschiedenen Rassen untersucht und die Mimik auf Video aufgenommen. Entweder wurde der Hund angesehen oder ihm wurde der Rücken zugekehrt, ob sie Futter in der Hand hatten, oder eben nicht.
Wenn der Hund Fressen sieht, ist er zwar aufgeregt, aber der Gesichtsausdruck wird aber nicht beeinflußt. Wird der Hund angeschaut, gibt es einen Gesichtsausdruck, einer bei dem "die innere Region über dem Auge" angehoben wird (auch als "inner brow raiser" genannt). Dieser Blick wird als treuherzig gedeutet und soll angeblich an das Zuzwinkern von Menschen erinnern. Es soll wichtig bei der domestikation und der Selektion wichtig gewesen sein, laut den Forschern. Der Blick erinnere an Traurigkeit, der die Empathie bei Menschen verstärkt, weil dadurch auch die Augen größer wirken, was wiederrum dem "Kindchenschema" entspricht. Die Schlußfrage ist nun, ob der Hund den Gesichtsausdruck hat, weil er das menschliche Gegenüber "versteht", oder ob es eine erlernte oder eine angeborene Reaktion auf Anblick von dessen Gesicht sei.
Der Artikel in der Presse vom Freitag, 20.10.2017
Mein Fazit:
Ein eigentlich interessanter Artikel, der aber auch einige Schwachstellen aufweist. So wird z.B. erwähnt, daß 24 Hunde verschiedener Rassen untersucht wurden. Es wird aber nicht erwähnt, viele Hunde einer Rasse untersucht wurden, bzw. wieviele Rassen es nun insgesamt sind.
Der "Gesichtsausdruck" der Empathie beim Menschen auslöst, kommt nur zum Vorschein, wenn der Hund angeschaut wird. Es könnte durchaus sein, daß Hunde diesen erst entwickeln, weil sie mit dem Menschen zusammenleben. Denn sie verstehen mit der Zeit, daß der Mensch etwas von ihnen will, wenn er sie anschaut. Denn wieso sonst, sollte (s)ein Mensch ihn sonst anschauen?
Der Labrador-Mix meiner Familie erkennt (meist richtig), daß wenn ein Mensch ihn anschauen will, ob dieser Mensch ihn eventuell füttern oder zumindest streicheln will. Das hat er aber erst mit der Zeit gelernt, weil er das Steicheln, als wir ihn mit einem Jahr bekamen, gar nicht kannte. Durch seine schwarze Fellfarbe wirkt es, als würde er ernst dreinschauen.
Der deutsche Schäfer-, Rhodesian Ridgeback-, italienisches Windspiel - Mix hat durch seine Schäferzeichnung eine Art "Maske, der jeden Gesichtsausdruck sogar verstärkt hervorhebt, was von den meisten Menschen als "freundliches Gesicht" gedeutet wird.
Der Dobermann-Schäfer-Mix wirkt, als würde sie besonders dann einen "Gesichtsausdruck" haben, wenn sie dabei "ertappt" wird, wenn sie das Essen, das auf dem Tisch liegt, "erschnüffelt".
Und da alle drei Hunde braune Augen haben, denen man angeblich noch schwerer widerstehen kann, als wenn der Hund eine andere Augenfarbe hat, wirken diese auch groß, wenn sie um Futter betteln. Und dabei, so wenn sie manchmal mit Namen angesprochen werden, runzeln alle Hunde die Stirn, da sie die Ohren nach vorne bewegen und konzentriert das Futter im Auge behalten. Nur bei dem Schäfer,- Ridgeback-, Windspiel - Mix sieht man diesen "konzentrierten Gesichtsausdruck" deutlich. Wegen der Gesichtsmaske.
Diese Gesichtsausdrücke werden aber immer von den Menschen gesehen. Diese sind es, die es "interpretieren". Da sie das bei den Mitmenschen tun versuchen sie es auch bei den Tieren. Ob aber der Bär wirklich unberechenbar ist, weil man seine Gesichtsausdrücke schlecht deuten kann, kann ich nicht sagen. Daß es aber nur Hundebesitzer sind, die meinen, Katzen würden grantig schauen, weise ich als Hundebesitzer von mir. Immerhin sind es Menschen, egal ob Tierbesitzer oder nicht, die meinen, daß "Grumpy Cat" grantig dreinschaut.



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