Sprachforschung bei Tiernamen
Es gibt bekanntlich viele Themen über die man schreiben kann. Interessant ist aber auch, auf was für ideen die Leute kommen, wenn es darum geht, Gebiete zu erforschen. Insbesondere wenn es um das Themengebiet an sich geht.
Ein Artikel diesbezüglich hab ich neulich auf Welt N24 gefunden, der vom 08.10.2013 stammt.
Die Zusammenfassung des Artikels lautet, daß Katzen und Hunde früher Minka oder Hasso hießen, heute aber eher Namen bekommen, wie man sie einem Baby geben würde.
Der Sprachwissenschaftler Peter Kraß veröffentlichte seine Abschlußarbeit an der Mainzer Johannes Gutenberg-Universität unter dem Titel "Hello Kitty. Zur Benennung von Katzen". Mit "Hello Kitty" ist der Titel einerseits eine Anspielung auf eine aus Japan stammende Katzenfigur, die für ein Unternehmen erfunden wurde und zu einer berühmten Marke wurde, mit dem Teil "Zur Bennenung von Katzen" spielt er auf das Lied Die Namen der Katzen (Das Benennen von Katzen) aus dem Musical CATS.
In dieser Arbeit schreibt Kraß, daß bis 6000 v. Chr. es Belege für Katzen als Haustiere gibt, Tiernamen jedoch kaum erforscht und belegt sind. Auf einer zweitägigen Konferenz befassten sich Sprachwissenschaftler und Soziologen in Mainz mit diesem Thema. Ein weiteres Thema waren die Namen von Zirkus-, Wild und Versuchstieren.
Ganz gleich, ob Hund, Katze oder Kaninchen, Tiere hießen heute oft „Lilly“, „Leo“ oder „Paul“, erklärte Kraß und ist der Meinung, daß Motive für Namen entwederr fiktive Figuren oder prominente Persönlichkeiten wären.
Eine andere Sprachwissenschaftlerin, Christine Ganslmayer von der Universität Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg geht noch auf die Spitznamen bei Tieren ein. Spitznamen seien keine Seltenheit. Der Artikel schließt mit der Aussage:
„Je näher und privater die Bindung zu seinem Tier ist, desto häufiger endet dessen Name auf ‚i’“. Beim Tierarzt und in der Öffentlichkeit werde das Tier dann allerdings wieder mit seinem offiziellen Namen gerufen.
Der Schlußssatz stimmt so nicht. Denn es gibt z.B. Namen, die auf 'i' enden, die aber keine Spitznamen sind. Und es gibt Spitznamen, die nicht auf 'i' enden und man trotzdem eine enge Bindung zu seinem Tier damit bezeugt. Z.B. wird, wenn der Spitzname des Hundes "Großer" ist, wird das nicht nicht zu "Großeri" werden. Ein Spitzname ist "Großer" dennoch. Und daß der Spitzname nur zu Hause verwendet wird, der 'richtige' Name aber in der Öffentlichkeit stimmt auch nicht. Da ich es selber auch schon erlebt habe, daß beim Spazieren gehen mit dem Hund dieser auch durchaus bei seinem Spitznamen gerufen wird. Wenn der Hund denn weiß, daß er auf diesen Wortlaut ebenfalls er gemeint ist, da für ein Tier Namen bekanntermaßen irrelevant sind, sondern nur die Sprachmelodie, die ein Wort ergibt, und was der Mensch dem Tier damit mitteilt, daß er etwas Bestimmtes will.
Eine Sache nur, die ich bis dahin nicht wußte: Ich wußte z.B., daß sich Sparchwissenschaftler z.B. mit der Verwandschaft der verschiedenen Sprachen zueinander befassen. Daß sie sich mit Tiernamen von Haus-, Zirkus-, Wild und Versuchstieren war mir selber allerdings komplett neu.
Verwendete Links:
„Die Mensch-Tier-Grenze ist durchbrochen worden“
Ein Artikel diesbezüglich hab ich neulich auf Welt N24 gefunden, der vom 08.10.2013 stammt.
Die Zusammenfassung des Artikels lautet, daß Katzen und Hunde früher Minka oder Hasso hießen, heute aber eher Namen bekommen, wie man sie einem Baby geben würde.
Der Sprachwissenschaftler Peter Kraß veröffentlichte seine Abschlußarbeit an der Mainzer Johannes Gutenberg-Universität unter dem Titel "Hello Kitty. Zur Benennung von Katzen". Mit "Hello Kitty" ist der Titel einerseits eine Anspielung auf eine aus Japan stammende Katzenfigur, die für ein Unternehmen erfunden wurde und zu einer berühmten Marke wurde, mit dem Teil "Zur Bennenung von Katzen" spielt er auf das Lied Die Namen der Katzen (Das Benennen von Katzen) aus dem Musical CATS.
In dieser Arbeit schreibt Kraß, daß bis 6000 v. Chr. es Belege für Katzen als Haustiere gibt, Tiernamen jedoch kaum erforscht und belegt sind. Auf einer zweitägigen Konferenz befassten sich Sprachwissenschaftler und Soziologen in Mainz mit diesem Thema. Ein weiteres Thema waren die Namen von Zirkus-, Wild und Versuchstieren.
Ganz gleich, ob Hund, Katze oder Kaninchen, Tiere hießen heute oft „Lilly“, „Leo“ oder „Paul“, erklärte Kraß und ist der Meinung, daß Motive für Namen entwederr fiktive Figuren oder prominente Persönlichkeiten wären.
Eine andere Sprachwissenschaftlerin, Christine Ganslmayer von der Universität Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg geht noch auf die Spitznamen bei Tieren ein. Spitznamen seien keine Seltenheit. Der Artikel schließt mit der Aussage:
„Je näher und privater die Bindung zu seinem Tier ist, desto häufiger endet dessen Name auf ‚i’“. Beim Tierarzt und in der Öffentlichkeit werde das Tier dann allerdings wieder mit seinem offiziellen Namen gerufen.
Name: 'Odin'
Spitzname: 'Großer', 'Dicker', 'Herr Betriebsrat' (nach der Aufschrift auf dem Brustgeschirr)
Titel: 'Ausbrecher-König'
Der Schlußssatz stimmt so nicht. Denn es gibt z.B. Namen, die auf 'i' enden, die aber keine Spitznamen sind. Und es gibt Spitznamen, die nicht auf 'i' enden und man trotzdem eine enge Bindung zu seinem Tier damit bezeugt. Z.B. wird, wenn der Spitzname des Hundes "Großer" ist, wird das nicht nicht zu "Großeri" werden. Ein Spitzname ist "Großer" dennoch. Und daß der Spitzname nur zu Hause verwendet wird, der 'richtige' Name aber in der Öffentlichkeit stimmt auch nicht. Da ich es selber auch schon erlebt habe, daß beim Spazieren gehen mit dem Hund dieser auch durchaus bei seinem Spitznamen gerufen wird. Wenn der Hund denn weiß, daß er auf diesen Wortlaut ebenfalls er gemeint ist, da für ein Tier Namen bekanntermaßen irrelevant sind, sondern nur die Sprachmelodie, die ein Wort ergibt, und was der Mensch dem Tier damit mitteilt, daß er etwas Bestimmtes will.
Eine Sache nur, die ich bis dahin nicht wußte: Ich wußte z.B., daß sich Sparchwissenschaftler z.B. mit der Verwandschaft der verschiedenen Sprachen zueinander befassen. Daß sie sich mit Tiernamen von Haus-, Zirkus-, Wild und Versuchstieren war mir selber allerdings komplett neu.
Verwendete Links:
„Die Mensch-Tier-Grenze ist durchbrochen worden“



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