Urzeitfrauen waren stärker als Ruderinnen
Diesmal wieder ein Artikelvon science.orf.at vom 29.11.2017.
Ein Team um Alison Macintosh von der University of Cambridge untersuchte die Stärke des Oberarmknochens (Humerus) und Schienbeins (Tibia) von weiblichen Überresten in Zentraleuropa aus der Jungstein-, Bronze- und Eisenzeit sowie dem Mittelalter. Dies wurde verglichen mit heutigen Frauen, vor allem Ruderinnen aus dem Cambridge-Team, Fußballspielerinnen, Ausdauerläuferinnen und Frauen, die keine besndere Sportart oder Tätigkeit ausüben.
Es wurde dabei nicht nur die Knochendichte verglichen, sondern auch die Robustheit anhand biomechanischer Charakteristika, wie zum Beispiel die Feinstruktur, die Winkelung und wie ausgeprägt der feste Außenteil im Vergleich zum Knochenmark ist, erklärt Ron Pinhasi vom Department für Anthropologie.
Bei den Beinen wurde festgestellt, daß die Tibiae der Frauen aus Jungstein-, Bronze- und Eisenzeit sowie des Mittelalters, eine ähnliche Knochendicke aufweisen, wie das bei heutigen Frauen der Fall ist, die diese nicht groß beanspruchen. Die größte Knochendicke wurde bei modernen Frauen gemessen, wie etwa bei Läuferinnen oder Fußballerinnen.
Bei den Oberarmen von Frauen aus der Jungstein-, Bronze- und Eisenzeit hingegen konnte man das Gegenteil feststellen. Frauen aus der Jungsteinzeit (vor 7.400 bis 7.000 Jahren) hatten bis zu 11% - 16% mehr Knochendicke als die heutigen Cambridge-Ruderteams, und um ein knappes Drittel kräftiger als die oberen Extremitäten von durchschnittlichen Cambridge-Studentinnen. Bronzezeitfrauen hatten um neun bis 13 Prozente stärkere Oberarme als die Frauen aus den Ruderteams.
Die Forscher vermuten, daß die schwere Landarbeit, die vor allem von Frauen durchgeführt wurde, diese enorme Kncohendicke erklärt. Im Mittelalter verringert sich die Knochendicke extrem, was durch die aufkommende Technik, wie etwa von Wind- und Wasserkraft angetriebene Mühlen, erklärt wird, was von der schweren Arbeit entlastete. Die Oberarmknochen von Frauen aus dem Mittelalter sind vergleichbar mit jenen von modernen, durchschnittlichen Frauen. Jüngste Funde aus Pottenbrunn, Niederösterreich, 9. Jahrhundert nach Christi, belegen diese These.
Mein Fazit:
Jegliche Veränderung an Arm- und Beinknochen war schon immer ein Hinweis darauf, daß diese übermäßig stark beansprucht wurden. So kann man z.B. sagen, ob ein Gladiator bereits in jungen Jahren bereits ein hartes Training absolvieren mußte, immer die gleiche Handbewegung ausübte, und sich der Oberarmknochen dadurch verlängerte, wie es bei heutigen Tennisspielern der Fall ist.
Neu ist, daß bei Frauen zu untersuchen, und das über einen längeren Zeitraum (Jungsteinzeit bis Mittelalter). Der Artikel zeigt, daß man allein anhand der Knochendicke etwas über die Lebensweise von früher aussagen kann.
Mich persönlich freut es, daß in dem Artikel auch der neue Mitarbeiter von Department für Anthropologie, Ron Pinhasi, PhD erwähnt wird, mit dem ich persönlich auch schon Kontakt hatte und ich das Department für Anthropologie schon von Kindesbeinen an kenne, als es noch das Institut für Humanbiologie war.
Verwendete Links:
Urzeitfrauen waren stärker als Ruderinnen
Ein Team um Alison Macintosh von der University of Cambridge untersuchte die Stärke des Oberarmknochens (Humerus) und Schienbeins (Tibia) von weiblichen Überresten in Zentraleuropa aus der Jungstein-, Bronze- und Eisenzeit sowie dem Mittelalter. Dies wurde verglichen mit heutigen Frauen, vor allem Ruderinnen aus dem Cambridge-Team, Fußballspielerinnen, Ausdauerläuferinnen und Frauen, die keine besndere Sportart oder Tätigkeit ausüben.
Es wurde dabei nicht nur die Knochendichte verglichen, sondern auch die Robustheit anhand biomechanischer Charakteristika, wie zum Beispiel die Feinstruktur, die Winkelung und wie ausgeprägt der feste Außenteil im Vergleich zum Knochenmark ist, erklärt Ron Pinhasi vom Department für Anthropologie.
Bei den Beinen wurde festgestellt, daß die Tibiae der Frauen aus Jungstein-, Bronze- und Eisenzeit sowie des Mittelalters, eine ähnliche Knochendicke aufweisen, wie das bei heutigen Frauen der Fall ist, die diese nicht groß beanspruchen. Die größte Knochendicke wurde bei modernen Frauen gemessen, wie etwa bei Läuferinnen oder Fußballerinnen.
Bei den Oberarmen von Frauen aus der Jungstein-, Bronze- und Eisenzeit hingegen konnte man das Gegenteil feststellen. Frauen aus der Jungsteinzeit (vor 7.400 bis 7.000 Jahren) hatten bis zu 11% - 16% mehr Knochendicke als die heutigen Cambridge-Ruderteams, und um ein knappes Drittel kräftiger als die oberen Extremitäten von durchschnittlichen Cambridge-Studentinnen. Bronzezeitfrauen hatten um neun bis 13 Prozente stärkere Oberarme als die Frauen aus den Ruderteams.
Die Forscher vermuten, daß die schwere Landarbeit, die vor allem von Frauen durchgeführt wurde, diese enorme Kncohendicke erklärt. Im Mittelalter verringert sich die Knochendicke extrem, was durch die aufkommende Technik, wie etwa von Wind- und Wasserkraft angetriebene Mühlen, erklärt wird, was von der schweren Arbeit entlastete. Die Oberarmknochen von Frauen aus dem Mittelalter sind vergleichbar mit jenen von modernen, durchschnittlichen Frauen. Jüngste Funde aus Pottenbrunn, Niederösterreich, 9. Jahrhundert nach Christi, belegen diese These.
Weibliche Ruderer der Universität von Cambridge
Mein Fazit:
Jegliche Veränderung an Arm- und Beinknochen war schon immer ein Hinweis darauf, daß diese übermäßig stark beansprucht wurden. So kann man z.B. sagen, ob ein Gladiator bereits in jungen Jahren bereits ein hartes Training absolvieren mußte, immer die gleiche Handbewegung ausübte, und sich der Oberarmknochen dadurch verlängerte, wie es bei heutigen Tennisspielern der Fall ist.
Neu ist, daß bei Frauen zu untersuchen, und das über einen längeren Zeitraum (Jungsteinzeit bis Mittelalter). Der Artikel zeigt, daß man allein anhand der Knochendicke etwas über die Lebensweise von früher aussagen kann.
Mich persönlich freut es, daß in dem Artikel auch der neue Mitarbeiter von Department für Anthropologie, Ron Pinhasi, PhD erwähnt wird, mit dem ich persönlich auch schon Kontakt hatte und ich das Department für Anthropologie schon von Kindesbeinen an kenne, als es noch das Institut für Humanbiologie war.
Verwendete Links:
Urzeitfrauen waren stärker als Ruderinnen



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